Aboriginal Touren in Australien

Das ursprüngliche Australien erleben Sie am eindrucksvollsten bei Ausflügen und Aktivitäten mit den Ureinwohnern des fünften Kontinents. Als eine der ältesten und vielseitigsten Kulturen weltweit bewohnen die Aborigines den Kontinent seit mehr als 40.000 Jahren. Ihr Erbe findet sich mitunter in Jahrtausende alten Felsmalereien, überlieferten Geschichten und in der traditionellen Bush-Tucker-Küche wieder. In Westaustralien leben heute rund 100 verschiedene Stämme, die wiederum mehr als 60 individuelle Sprachgruppen aufweisen. Das Leben der Ureinwohner spiegelt sich auch in der Kunst wider, die von Höhlen-, Fels- und Rindenmalereien im Norden, den berühmten Punktmalereien, bis hin zu Musik und Tanz reichen.

Die beste Möglichkeit die unberührte Natur und die faszinierende, uralte Kultur zu entdecken, ist ohne jeden Zweifel die in Begleitung eines einheimischen Aboriginal-Reiseleiters. Bei geführten Wander- oder Allradtouren durch das Buschland erhalten Sie einen ersten Eindruck vom Leben und Überleben der dort beheimateten Ureinwohner und lernen traditionelle Medizin sowie Buschnahrung kennen. Dabei kommen Sie mit den Ureinwohnern in Kontakt, die Sie in ihren Glauben, die Traditionen und das Leben im Busch einweihen. In den Ausstellungszentren, wie im Kings Park in Perth und im Kodja Place in Kojonup, können Sie sich ebenfalls über die Kultur der Ureinwohner informieren.

WAITOC

WAITOC steht für verschiedene Anbieter von Touren und Ausflügen, bei denen die Besucher einen authentischen Einblick in das Leben der Ureinwohner erhalten, ohne deren Tradition und Kultur zu verletzen. Ein Kernpunkt der Kultur der Ureinwohner ist ihre Rolle als «Caretakers of the Land». Alles, was die «Aboriginal People» den Touristen zeigen, basiert letztlich auf einem rücksichtsvollen Umgang mit der Natur.

Bereisen Sie Westaustralien und das rote Zentrum mit dem berühmten Ayers Rock (Uluru) mit einem Aboriginal-Guide.

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Begegnungen mit den Aborigines

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Am Cape Leveque auf der Dampier Peninsula, das nur mit einem geländegängigen Fahrzeug zu erreichen ist, klettert der Bardi-Elder Brian Lee durch das Gewirr der Mangroven, stochert mit seiner Speerspitze im Schlamm, strahlt plötzlich und zieht blitzschnell eine kräftige Schere heraus, die er mit der Hand fest zudrückt: eine Mud Crab. Jetzt sind die Gäste dran, ihr Glück beim Mudcrabbing zu versuchen. Ist der Eimer voll, geht es zurück an Land. In den Dünen entzündet Brian ein Lagerfeuer. Frisch gegrillt, in gemütlicher Runde genossen, sind die delikaten Schlammkrabben unglaublich köstlich!

Das Weltnaturerbe Shark Bay ist die Heimat von Darren ‘Capes’ Capewell. „Gutharraguda“ nennt es sein Volk, „zwei Wasser“ – so beschreibt der indigene Name das Weltnaturerbe, in dem die Delfine morgens in Monkey Mia an den Strand kommen, die weltgrösste Seekuh-Kolonie (Dugongs) daheim ist und Mantas durch die Fluten tanzen. Beim Paddeltörn im Kajak oder auf dem SUP-Board kommen Sie den Tieren ganz nahe!Im Allradwagen geht es in kleinen Gruppen hin zum François Peron-Nationalpark mit seinen roten Tracks und Dünen, dem flachen Akazien- und Spinifex-Busch in leuchtenden Grüntönen und dem türkisblauem Wasser – die Farben Westaustraliens, überspannt von einem blauen Himmel. 

„Unser Supermarkt der Natur“, grinst Darren – und verrät, was für  Köstlichkeiten der australische Busch bereit hält: Buschtomaten, Illawarra-Pflaumen und aromatische Früchte wie Quandongs, Lilli Pillies und Muntari-Beeren. Zum Knabbern gibt es Akaziensamen, Bunya-Nüsse und, im tropischen Norden, Lotuskerne. Lauter ungewöhnliche und delikate Aromen, mit denen Darren auf dem Lagerfeuer am Strand auch den Fisch würzt, den der “Indiginous Tour Guide of the Year” (2006) gefangen hat, während die Gäste mit Maske und Schnorchel die Unterwasserwelt in den flachen Fluten erkunden.

In Dunsborough bringt Josh, Gründer der Koomal Dreaming Cultural Experiences, die Lebenswelt der Wadandi und Bibbulman nahe. Er verrät, welche köstlichen Nahrungsmittel und hoch wirksamen Arzneien der Busch bereit hält, erzählt von den Dreamings  eines Volkes und lässt zur Dämmerstunde in der Ngilgi Cave das musikalische Wahrzeichen der Aborigines erklingen: das Didgeridoo. Mehr als 40 Namen gibt es für das wichtigste indigene Instrument. Mit ihrer raffinierten Blastechnik und immer wieder neuen Kombinationen von Mundbewegung, Atemtechnik, Stimmeffekten und Klopftechniken locken die Aborigines die erstaunlichsten Töne aus dem Holzstamm. Ein strenger Kodex legt fest, was auf dem Instrument gespielt werden darf. Mal imitieren die Töne das Vibrieren der mythischen Regenbogenschlange, dann wieder die Bewegungen eines Tieres, die Beschaffenheit der Landschaft oder die Struktur eines Blattes – Vorbild der Rhythmen ist stets die Natur. Sein Klang bildet das Tor zum spirituellen Universum der Ureinwohner. Die Wiederholung der Rhythmen versetzt den Geist in Trance. Gegenwart und Geschichte, Wirklichkeit und spirituelle Welt verschmelzen. Gespielt wird das Didge in jeder Lebenslage – als Begleitung zum Kinderlied, bei offenen Corroboree-Tanzzeremonien und bei geheimen, heiligen Ritualen. Gegenwart und Geschichte, Traum und Wirklichkeit verschmelzen in den Melodien – hautnah zu erleben beim „Gar ma Festival ” der Yolgnu im Arnhem Land, der Wiege des Didgeridoo. Mit 97.000 km2 ist das Arnhem Land an der Ostspitze des Northern Territory der grösste intakte indigene Lebensraum Australien. Das 1911 eingerichtete Schutzgebiet, das von der Fläche her etwas grösser ist als Portugal, wird seit dem Aboriginal Lands Act von 1976 wieder von den dortigen indigenen Völkern selbst verwaltet. Individualreisen sind bis heute nur eingeschränkt möglich – auch für die touristisch schon etwas entwickelten Tiwi-Islands Melville und Bathurst und die Coburg Peninsula mit dem Gurig Nationalpark besteht Permit-Pflicht. Einzige Ausnahme ist Nhulunb uy. Die Kleinstadt auf der Gove-Halbinsel im East Arnhem Land ist der Hotspot für Hochseeangeltörns. Kaiserfisch, spanische Makrele und Korallenforelle gehen hier an den Haken. Ebenfalls als Angelplatz beliebt ist Daliwoi Bay (Daliwuy). Exzellente Fischgründe bietet auch Bremer Islan d, wo das Banu Banu Eco Wilderness Retreat seinen Gästen ihren Fang zum Dinner serviert.

Für alle, die authentisch die vielfältige Aborigines-Kultur und die abwechslungsreiche Landschaft des Arnh em Land entdecken wollen, empfehlen sich geführte Touren und Ausflüge. Indigene Führer zeigen Ihnen schroffe Küsten, entlegene Inseln, fischreiche Flüsse, Regenwälder und Steilklippen, Baumsavannen und Billabongs, die sich im Wechsel der Jahreszeiten eindrucksvoll verändern und wichtige Schutzgebiete von Wildtieren sind. Krokodil und Känguru, Wasserbüffel und Flughunde: Hier ist ihre Heimat. Kunstzentrum der indigenen Kultur ist Injalak . Im Injalak Art & Craft Centre fertigen indigene Künstler Körbe und Gemälde; am Injalak Hill von Gunbalanya (Oenpelli) haben ihre Vorfahren vor mehr als 10.000 Jahren weibliche Figuren, Lieblingsgerichte und ausgestorbene Exoten wie den Tasmanischen Tiger auf den Fels gestrichelt. Bis zu 50.000 Jahre alt sind die Malereien und Handabdrücke, die die Felswände des Awunbarna (Mount Borradaile) schmücken.  Seit Jahrtausenden ist der 120 m hohe Hügel eine Begräbnisstätte: Hier kehren die Seelen wieder zurück zu jener Quelle, aus der sie geboren wurden. Bis vor wenigen Jahren durften Fremden den heiligen Berg der Aborigines nicht betreten. Heute zeigt das Team von Davidson’s Arnhemland Safaris im Auftrag der Ulba Bunidj-Aborigines Besuchern diesen spirituellen Ort, der eingebettet ist in eine 700 qkm grosse Wildnis fernab der Zivilisation. Von der Ökolodge des Mount Borradaile Safari Camps, das sogar über WLAN verfügt, wandern Sie zu Zeremoniensteinen der Ureinwohner, klettern durch das Gewirr der Katakomben, angeln im Creek riesige Seebarsche, entdecken die Vogelwelt und Fauna der Feuchtgebiete und geniessen beim Sunset-Törn auf dem Billabong zum Wein Wildlife hautnah, ehe ein Dinner unter dem Sternenhimmel den Tag beschliesst: Das Australien der Aborigines – erleben Sie es!

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Rolf Gerber
Reisebüro
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