Takayama Reisen vom Spezialisten
Takayama – das alte Japan in den Bergen der Hida-Region
Hoch in den Bergen der Präfektur Gifu, umgeben von den Gipfeln der Japanischen Alpen, liegt Takayama – eine ehemalige Handels- und Handwerkerstadt, die zu den stimmungsvollsten Zielen des Landes zählt. Weil die Stadt über Jahrhunderte wohlhabend war und von Zerstörungen verschont blieb, hat sich ihr historischer Kern erhalten wie kaum ein zweiter in Japan; nicht umsonst trägt Takayama den Beinamen «Klein-Kyoto». Die Distanzen sind angenehm kurz: Vom Bahnhof erreichen Sie die Altstadt bequem zu Fuss.
Die Altstadt Sanmachi Suji
Herzstück Takayamas sind die parallelen Gassen von Sanmachi Suji mit ihren dunklen Holzfassaden aus der Edo-Zeit. Hinter den schmalen Fronten der alten Kaufmannshäuser verbergen sich heute Sake-Brauereien – zu erkennen an den Sugidama, den kugelförmigen Gebinden aus Zedernzweigen über dem Eingang –, dazu Handwerksläden, Teestuben und kleine Museen. Sehenswert ist auch das Takayama Jinya, ein historischer Verwaltungssitz aus der Shogunatszeit, dessen Amtsstuben und Reisspeicher heute besichtigt werden können.
Morgenmärkte am Fluss
Beginnen Sie den Tag wie die Einheimischen auf einem der beiden Morgenmärkte: entlang des Flusses Miyagawa oder vor dem Takayama Jinya. Bäuerinnen aus der Umgebung verkaufen hier am Vormittag Gemüse, Eingelegtes, Blumen und Kunsthandwerk – eine schöne Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, lokale Spezialitäten zu probieren und ein handgefertigtes Andenken zu finden.
Ausflüge in die Hida-Region
Takayama ist das Tor zur ländlichen Hida-Region. Im Freilichtmuseum Hida no Sato stehen originalgetreu versetzte Bauernhäuser im Gassho-Stil mit ihren steilen Reetdächern, wie sie einst in den Bergdörfern der Region üblich waren. Wer mehr davon sehen möchte, fährt in rund einer Busstunde nach Shirakawa-go: Das UNESCO-Welterbedorf mit seinen berühmten Gassho-zukuri-Häusern gehört zu den meistfotografierten Orten Japans. Kulinarisch hat die Region mit dem zart marmorierten Hida-Rind eine Spezialität, die Kenner in einem Atemzug mit den berühmtesten Rindfleischsorten des Landes nennen.
Takayama-Fest – zweimal im Jahr Ausnahmezustand
Im Frühling und im Herbst feiert die Stadt das Takayama Matsuri, das zu den berühmtesten Festen Japans zählt. Kunstvoll verzierte, jahrhundertealte Festwagen werden dann durch die Altstadt gezogen, am Abend im Schein hunderter Laternen – wer das erleben möchte, bucht seine Unterkunft viele Monate im Voraus. Welche Jahreszeit sich sonst für die Region anbietet, zeigt unsere Übersicht zur besten Reisezeit für Japan.
Anreise und Übernachtung
Die Anreise ist Teil des Erlebnisses: Ab Nagoya bringt Sie der Limited Express «Hida» in rund zweieinhalb Stunden durch enge Flusstäler hinauf in die Berge. Damit liegt Takayama ideal zwischen den Stationen der klassischen Route und lässt sich hervorragend in eine Japan Rundreise einbauen. Für die Übernachtung empfehlen wir ein traditionelles Ryokan – kaum ein Ort Japans eignet sich besser, um Tatami, Kaiseki-Küche und Badekultur kennenzulernen. Westlich eingerichtete Häuser finden Sie in unserer Übersicht der Japan Hotels. Gerne bauen Ihnen unsere Japan Spezialisten eine Takayama-Etappe in Ihre Reise ein – weitere Inspiration liefert unsere Japan-Seite.
