Yakushima – Japans mystische Urwaldinsel
Jahrtausendealte Zedern und Mooswälder im Süden Japans
Yakusugi: die uralten Zedern von Yakushima
Das Herz von Yakushima schlägt in seinen Bergwäldern. Hier wachsen die Yakusugi, japanische Zedern, die auf dem nährstoffarmen Granitboden extrem langsam gedeihen und dadurch viele Jahrhunderte, teils Jahrtausende überdauern. Die berühmteste unter ihnen, die Jomon-sugi, steht tief im Inselinnern und gilt als einer der ältesten Bäume Japans – wer sie sehen will, nimmt eine lange, aber unvergessliche Tageswanderung auf sich. Deutlich einfacher zugänglich ist das Waldgebiet Yakusugi Land, wo gut angelegte Rundwege in verschiedenen Längen an uralten Zedern, umgestürzten Baumriesen und moosbedeckten Wurzeln vorbeiführen. So erleben auch Reisende ohne Bergerfahrung die besondere Stimmung dieser Wälder.
Mooswälder wie aus dem Animationsfilm
Kaum ein Ort Japans wirkt so verwunschen wie die Schlucht von Shiratani Unsuikyo: Bäche stürzen über Granitblöcke, Nebel zieht durch die Baumkronen, und beinahe jede Oberfläche ist von dichtem, sattgrünem Moos überzogen. Diese Landschaft diente als Inspiration für einen weltberühmten japanischen Animationsfilm – und tatsächlich fühlt man sich hier wie in einer anderen Welt. Mehrere Wanderwege unterschiedlicher Länge führen durch die Schlucht; schon eine kurze Runde vermittelt einen intensiven Eindruck. Am schönsten ist der Mooswald bei oder kurz nach Regen, wenn das Grün förmlich leuchtet – auf Yakushima also erfreulich oft.
Wandern zwischen Küste und Gipfeln
Yakushima ist eine Insel der Wanderer. Im Innern erheben sich Granitgipfel, die zu den höchsten Südjapans zählen, während sich der Küste entlang eine schmale subtropische Zone mit Bananenstauden und Hibiskus zieht – auf wenigen Kilometern durchquert man mehrere Klima- und Vegetationszonen. Das Wegnetz reicht von einfachen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren; für längere Routen empfehlen wir einen lokalen Guide, da das Wetter im Gebirge rasch umschlagen kann. Gute Regenbekleidung gehört auf Yakushima immer ins Gepäck. Wie sich solche Naturerlebnisse mit Tempeln und Städten verbinden lassen, zeigen unsere Ideen zu Natur und Kultur in Japan.
Subtropische Küste, Onsen und Wasserfälle
So mystisch die Wälder, so entspannt ist die Küste: Dunkle Lavafelsen wechseln sich mit hellen Stränden ab, an denen im Frühsommer Meeresschildkröten ihre Eier ablegen. Heisse Quellen direkt am Meer – einige davon nur bei Ebbe zugänglich – laden zum Bad mit Blick auf den Pazifik, und imposante Wasserfälle wie der Ohko-no-taki stürzen von den Bergen herab. Die angenehmsten Monate für einen Besuch sind der Frühling und der Herbst; der Juni bringt viel Regen, der die Wälder dafür in sattes Grün taucht. Einen Überblick über das Klima im ganzen Land gibt unsere Seite zur besten Reisezeit für Japan.
Anreise und Planung: Fly-in ab Kyushu
Yakushima erreichen Sie bequem per Fly-in ab Kyushu: Kurze Inlandflüge verbinden die Insel unter anderem mit Kagoshima und Fukuoka, alternativ bringt Sie ein Schnellboot ab Kagoshima ans Ziel. Damit lässt sich Yakushima ideal als Naturbaustein in eine individuelle Reise einfügen – etwa im Anschluss an einen Aufenthalt in unseren Hotels in Fukuoka oder an eine Route durch Kyushu, bevor es zurück in die Metropolen geht. Wir empfehlen mindestens zwei bis drei Nächte vor Ort, damit Zeit für eine grosse Wanderung und die Küste bleibt. Unten auf dieser Seite finden Sie unsere handverlesene Auswahl an Unterkünften auf Yakushima; gerne kombinieren unsere Spezialistinnen und Spezialisten die Insel mit einer unserer Japan-Rundreisen.
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Am schnellsten per Inlandflug ab Kyushu, zum Beispiel via Kagoshima oder Fukuoka; alternativ verkehren Schnellboote und Fähren ab Kagoshima. Wir organisieren die Anreise als Fly-in-Baustein innerhalb Ihrer Japan-Reise, inklusive aller Transfers. Praktische Hinweise zur Einreise und zum Reisen im Land finden Sie in unseren Japan-Reiseinformationen.
Der Frühling und der Herbst gelten als angenehmste Jahreszeiten mit milden Temperaturen und guten Wanderbedingungen. Im Juni fällt besonders viel Regen, dafür zeigen sich die Mooswälder dann von ihrer intensivsten Seite. An der Küste bleibt es auch im Winter mild, während die hohen Gipfel im Inselinnern Schnee tragen können.
Wir empfehlen mindestens zwei bis drei Nächte. So bleibt genug Zeit für eine grosse Wanderung zu den alten Zedern, den Mooswald von Shiratani Unsuikyo und einen entspannten Tag an der Küste mit Onsen und Wasserfällen. Wer bis zur Jomon-sugi wandern möchte, rechnet am besten einen zusätzlichen Reservetag fürs Wetter ein.
Kürzere Wege wie in Yakusugi Land oder Shiratani Unsuikyo sind gut markiert und lassen sich selbstständig begehen. Für lange Touren, etwa zur Jomon-sugi oder auf die Gipfel im Inselinnern, empfehlen wir einen lokalen Guide, da das Wetter rasch umschlagen kann. Gerne organisieren wir geführte Wanderungen als Teil Ihres Reiseprogramms.
