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Antarktische Halbinsel – das klassische Expeditionsziel

Ihr Einstieg in die weisse Wildnis

Die Antarktische Halbinsel ist das Ziel, an das die meisten denken, wenn sie von einer Expedition ans Ende der Welt träumen: Gletscher, die direkt ins Meer kalben, Buchten voller Eisberge und Pinguinkolonien mit Zehntausenden von Tieren. Kein anderer Teil des weissen Kontinents ist so gut erreichbar, und kaum einer zeigt auf engem Raum so viel von dem, was die Antarktis ausmacht.

Klassisch beginnt die Reise in Ushuaia an der Südspitze Argentiniens. Von dort queren kleine Expeditionsschiffe die Drake-Passage, ehe an der Halbinsel täglich Zodiac-Anlandungen auf dem Programm stehen. Ob als kompakte Route oder kombiniert mit Südgeorgien und den Falklandinseln: Auf dieser Seite erfahren Sie, was Sie an der Halbinsel erwartet und für wen sich das klassische Expeditionsziel eignet.

Warum die Halbinsel das ideale Einsteigerziel ist

Die Antarktische Halbinsel streckt sich Südamerika entgegen und ist damit der am besten erreichbare Teil des Kontinents. Nirgendwo sonst in der Antarktis liegen Tierwelt, Gletscherkulisse und geschützte Fahrwasser so nah beieinander, und nirgendwo ist das Klima im Südsommer milder. Die Expeditionsreisen dorthin finden auf kleinen Schiffen mit meist unter 200 Gästen statt; angelandet wird gemäss den IAATO-Regeln mit höchstens 100 Personen gleichzeitig. So bleibt jede Begegnung mit der Wildnis intensiv und persönlich, und Sie verbringen mehr Zeit an Land als auf grossen Schiffen.

Landschaft und Tierwelt: Pinguine, Robben, Wale und Eis

Entlang der Halbinsel brüten Esels-, Zügel- und Adéliepinguine in Kolonien, die oft mehrere tausend Paare zählen. Auf Eisschollen dösen Weddellrobben und Seeleoparden, in den Buchten tauchen Buckel- und Zwergwale auf. Dazu die Kulisse: schneebedeckte Berge, die direkt aus dem Meer aufsteigen, kalbende Gletscherfronten und Eisberge in allen Formen und Blautönen. Viele Gäste berichten nach der Rückkehr, dass die Dimensionen dieser Landschaft alles übertreffen, was sie sich vorab vorgestellt haben.

Der typische Reiseverlauf

Ausgangspunkt ist klassischerweise Ushuaia an der Südspitze Argentiniens. Von dort quert das Schiff die Drake-Passage und braucht dafür rund zwei Tage je Richtung, Zeit für Vorträge des Expeditionsteams und erste Albatros-Sichtungen. An der Halbinsel stehen dann täglich, wetterabhängig meist zweimal, Zodiac-Anlandungen und Zodiac-Rundfahrten auf dem Programm: Besuche in Pinguinkolonien, Fahrten entlang von Gletscherfronten, Stopps bei Forschungsstationen. Wer die Drake-Passage umgehen möchte, wählt eine Fly-and-Cruise-Variante über King George Island. Was Sie zur Vorbereitung wissen müssen, finden Sie in unseren Reiseinformationen.

Halbinsel pur oder die grosse Runde

Die kompakte Variante konzentriert sich ganz auf die Halbinsel und ist die richtige Wahl, wenn Ihre Ferienzeit begrenzt ist. Wer mehr Zeit mitbringt, kombiniert sie mit Südgeorgien, wo Königspinguine zu Hunderttausenden brüten, und den Falklandinseln mit ihren Albatroskolonien. Diese grosse Runde dauert rund drei Wochen und gilt vielen als die vollständigste aller Expeditionen in den tiefen Süden, weil sie subantarktische Inselwelten und den weissen Kontinent in einer einzigen Route vereint.

Die beste Reisezeit in Kürze

Die Saison dauert von November bis März, also über den Südsommer. Im November erleben Sie unberührten Schnee und balzende Pinguine bei wenig Schiffsverkehr, im Dezember und Januar schlüpfen die Küken bei bis zu 20 Stunden Tageslicht und den mildesten Temperaturen, von Februar bis März stehen die Chancen auf Wale am besten. Eine ausführliche Übersicht über alle Saisonphasen bietet unsere Seite zur besten Reisezeit.

Für wen sich diese Expedition eignet

Sie brauchen weder Expeditionserfahrung noch besondere Fitness: Wer sicher zu Fuss ist und den Ein- und Ausstieg in die Zodiacs meistert, kann teilnehmen. Die Halbinsel eignet sich für Naturliebhaberinnen und Fotografen ebenso wie für alle, die zum ersten Mal in die Antarktis reisen und das Wesentliche in kompakter Form erleben möchten. Unsere Polarspezialisten kennen die Schiffe und Routen aus eigener Erfahrung und beraten Sie persönlich, bis Schiff, Kabine und Reisedauer zu Ihren Wünschen passen.

Die Drake-Passage ist für rund zwei Reisetage je Richtung gut, und der Seegang reicht je nach Wetterlage von erstaunlich ruhig bis kräftig. Moderne Expeditionsschiffe sind mit Stabilisatoren ausgerüstet, und bewährte Mittel gegen Seekrankheit sind an Bord erhältlich. Wer die Passage ganz vermeiden möchte, wählt eine Fly-and-Cruise-Variante über King George Island.

Nein, eine normale Beweglichkeit genügt. Sie sollten selbstständig in die Zodiacs ein- und aussteigen und an Land auf unebenem Gelände gehen können. Die Spaziergänge bei den Anlandungen sind kurz, und das Expeditionsteam unterstützt Sie bei jedem Schritt vom Schiff ins Boot.

An der Halbinsel sind wetterabhängig meist zwei Ausflüge pro Tag vorgesehen, als Anlandung oder als Zodiac-Rundfahrt zwischen den Eisbergen. Gemäss den IAATO-Regeln dürfen höchstens 100 Personen gleichzeitig an Land sein, weshalb kleine Schiffe deutlich mehr Zeit an Land ermöglichen.

Tiere begleiten Sie während der ganzen Saison von November bis März. Wer schlüpfende Pinguinküken erleben möchte, reist im Dezember oder Januar, für Walbeobachtungen sind Februar und März die beste Wahl. Im November punkten die Landschaften mit unberührtem Schnee und balzenden Pinguinen.

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