Wimbledon

(Fast) ganz in Weiss

Das prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt hat sich seit jeher zahlreiche Traditionen bewahrt. Die Kleidervorschrift etwa mag manch einer nicht ganz zeitgemäss finden. Doch welches Turnier dürfte sich ein paar Extravaganzen erlauben, wenn nicht Wimbledon?
Seinen Anfang nahm das bedeutendste Tennisturnier der Welt mit einer kaputten Rasenwalze des All England Lawn Tennis and Croquet Club. Weil es an Geld für die Reparatur des Geräts mangelte, kam die Idee auf, ein Turnier zu veranstalten. Mit dem Erlös sollten die benötigten zehn Pfund aufgebracht werden. Das war die Geburtsstunde der Wimbledon Championships im Jahr 1877. Gespielt wurde beinahe ganz in Weiss, schliesslich wollten man den Herren – und etwas später den Damen – nicht zumuten, mit unvorteilhaften Schweissflecken auf bunter Kleidung spielen zu müssen. Auch heute noch müssen 90 Prozent der Kleidung weiss sein. Cremefarben oder gebrochenes Weiss reichen da nicht aus. Diese Kleiderordnung wurde nicht nur beibehalten, sie wurde zuletzt sogar verschärft. Maximal einen Zentimeter breit darf ein farbiger Streifen am Outfit sein. Roger Federers knallig orangene Schuhsohlen brachten ihm 2013 tatsächlich eine Ermahnung im Erstrundenmatch ein. Die Kleidervorschrift ist bei weitem nicht die einzige Tradition, die sich das prestigeträchtige Turnier bewahrt hat. Als Snack nimmt das Publikum Erdbeeren und Schlagrahm zu sich. Der Rasen wird penibel auf einer Länge von acht Millimetern gehalten. Das Eröffnungsspiel findet immer auf dem Centre Court statt und wird vom Titelverteidiger der Herren bestritten. Apropos Centre Court: Seinen Namen verdankt der Hauptlatz von Wimbledon seiner ehemaligen Lage. Bis 1921 befand er sich im Zentrum aller anderen Plätze an der Worple Road, dem damaligen Standort Clubs. 1922 zog man dann in die Church Road um – und der Name des berühmten Tennisplatzes gleich mit
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