Winterwonderland Tromso

Winterwonderland Tromso

Naturerlebnisse

19.Januar 2019 - 26.Januar 2019

Hej hej Tromsø 

Mit Helvetic Airways ging es per Direktflug von Zürich nach Tromsø. «Schweiz auf ganzer Linie» ist deren Motto und so wurden wir «Zmorge» mit Gipfeli und Gruyere begrüsst. Die Airline überzeugte mit gutem Service, leckerer Verpflegung, sodass die Ferien wirklich von Anfang an starteten. Wir überflogen die Landschaft Norwegens und bekamen bereits erste, wunderschöne Eindrücke.

Angekommen in Tromsø nahmen wir den Mietwagen entgegen und fuhren mit einem Hauch von Sonnenschein zu unserer Unterkunft südlich der Stadt.

Wir hatten Nachmittag, ca. 14 Uhr und es dämmerte bereits – an diese «Stimmung» durften wir uns Tag für Tag gewöhnen. In dieser Zeit kann man nicht wirklich von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sprechen – es wird von Dez-März nie richtig hell und es gleicht eher einer Dauerdämmerung.

Die Region rund um Tromsø eignet sich aufgrund der Lage natürlich bestens zur Polarlichterjagd. Nebst den grünen, tanzenden Lichtern gibt es hier auch traumhafte Landschaften – Fjorde, Seen und Berge laden zum Staunen ein. Wer weg von der Natur etwas mehr Leben sucht, findet es in Tromsø.

Die alte Eismeerstadt Tromsø ist die Metropole Nordnorwegens. Die Universitätsstadt hat herzige Gassen mit vielen Bars, Restaurants, Shops und Cafes zu bieten, die zum Verweilen einladen. Wir haben uns zu Beginn gleich mal an einem Reentierhotdog und einem Glühwein «scandinavian Art» versucht – Mhmmmm!

Viele Polarexpeditionen starten hier und auch die Hurtigruten-Schiffe laufen den Hafen von Tromsø an. Vom Cafe "Joerdbaerpikne" im Einkaufscenter "Nerstrada" hat man eine schöne Sicht auf diesen. Im «Polarmuseum» am Hafen - dem Museum der Stadt - kann man vieles über diese Expeditionen und über das Leben von Menschen und Tieren im hohen Norden lernen.

Weiter kann man die nördlichste Brauerei der Welt «Mack» besuchen und hier von einem einfachen Pils bis hin zum Braumaterial alles erwerben.

Nach einem kleinen Shoppingausflug (mit dem Mietwagen) im Jekta Storecenter ging es für uns von der Stadt aus über die 1300 m lange Brücke Tromsobrua weiter zur Eismeerkathedrale, die man unbedingt gesehen haben sollte. Architektonisch als auch Akustisch sehr beeindruckend. Unweit der Kathedrale führt die Seilbahn Fjellheisen auf den 420 m hohen Storsteinen, von wo aus man eine schöne Panoramaaussicht hat.

Oftmals werden hier Festivals zelebriert, z.B. wenn sich Ende Januar die Sonne wieder zeigt. Viele Gäste beobachten von hier aus aber auch Nordlichter, da die Bahn bis 23.00 Uhr fährt.

Schön ist, dass alles sehr überschaubar und fussläufig zu erreichen ist in der Stadt. Wir hatten das Auto in der Stadt geparkt. Die Parkgebühren in Tromsö sind denen in Schweizer Städten sehr ähnlich.

Eismeerkathedrale
Open Air Kino in Tromso City

Balsfjord, Nordlichter und Mee(h)r

Wer die Landschaft Norwegens in Ruhe erleben möchte, wohnt besser etwas abseits der Stadt.

Weg von der Stadt, genau genommen rund 45 Minuten südlich von Tromsø erwartete uns unsere Unterkunft direkt am Balsfjord, Höhe Laksvatn. Gerade wenn man Jagd auf die Nordlichter machen möchte, empfiehlt sich, eine Unterkunft fernab von jeglichen Stadtlichtern zu wählen. Wer kennt sie nicht – die tollen Bilder der unglaublichen, grünen Nordlichter. Es ist unbeschreiblich schön, diese Lichter tanzen zu sehen. Vom ersten Abend an «lauerten» wir nach Ihnen und hatten ab dem dritten Abend tatsächlich das Glück – dank klarem Himmel und geographischen Gegebenheiten – die «Show» zu verfolgen.

 

Es werden aber auch spannende Nordlicht-Touren ab/bis Tromsö angeboten, wenn man nicht ausserhalb der Stadt quartieren möchte.

Tagsüber wurde es uns aber auch nie langweilig - die schönen Landschaften Norwegens laden zu vielen Outdoor-Aktivitäten ein.

Wir unternahmen einige Schneeschuhwanderungen, machten lange Spaziergänge am Fjord entlang und wärmten uns in der fjordeigenen Sauna auf.

In der Umgebung hat es ausserdem noch tolle Angebote für Angel-und Bootstouren oder an Land für Motor-und Hundeschlittenfahrten.

 

 

 

Naturparadies Insel Senja

Mit dem Mietwagen machten wir uns während unseres Aufenthalts auch einen Tag früh auf, um die zweitgrösste Insel Norwegens Senja zu erkunden. Oft wird die Insel als Art "Miniatur-Norwegen" beschrieben, da es viele Facetten Norwegens zu bieten hat mit hohen Bergen, tiefen Fjorden, kleinen Dörfer uvm.

Erreichen kann man diese auf dem Land-als auch auf dem Wasserweg über Finnsnes. Von Tromsø und Harstad aus ist die Stadt per Schnellboot in etwas mehr als einer Stunde zu erreichen. Auch die Schiffe der Hurtigruten fahren Finnsnes an. Von Finnsnes verbindet die Brücke das Festland mit der Insel. Von Beginn an sieht man immer wieder Fischzuchten und Landwirtschaft - beides sehr bedeutend für die Wirtschaft Norwegens. Wir machten Halt im Museum "Sážža Senja natur- og kultursenter" und durften dank der schönen Austellung viel über die Flora und Fauna, die Kultur und das Leben der Inselbewohner erfahren. Unser Tagesziel war das "Zentrum" von Hamn im Nordwesten der Insel, wo es ein Restaurant mit fantastischem Panoramablick auf den Naturhafen von Hamn hatte. Die dazugehörige Apartmentanlage "Hamn i Senja" hat tolle Apartments mit traumhaftem Blick auf das Meer durch grosse Panoramafenster und nur zu empfehlen für Übernachtungen auf der Insel.

Nach einer Kaffeepause ging es über die National Tourist Route im Norden Senjas zurück - unglaubliche Strassen (z.T. kleine Serpentinenstrassen) ermöglichen unglaubliche Landschaftsblicke.

Die Westseite der Insel ist sehr felsig und die Fjorde wirkt fast dramatisch, während der Osten eher flachabfallender wird und so auch Land- und Waldwirtschaft möglich ist. Dazwischen liegen in Buchten oder auf Schären kleine, überschaubare Fischerorte.

Immer wieder machten wir Halt um nach Tieren Ausschau zu halten - mit Glück kann man die vorbeiziehenden Wale sehen (im Winter bis Anfang Februar) aber auch Seehunde, Seeadler und viele Vogelarten leben hier.

Das Glück war, was die Tiere betrifft, nicht ganz auf unserer Seite. Dafür haben wir nach vielen Tagen doch tatsächlich die S O N N E wiedergesehen!