Tasmanien - dem Teufel auf der Spur

Mietwagenrundreise

30.Dezember 2014 - 09.Januar 2015

Hobart

Pünkltich zum grössten Food & Wine Festival in Tasmanien "The Taste" sowie zum Einlaufen der ersten Yachtern der Sydney to Hobart Regatta bin ich in Hobart angekommen. The Taste sowie die Regatta ziehen jedes Jahr unzähliche Besucher und Schaulustige an. In dem Gewusel von Menschen lernt man schnell andere Leute kennen und man kann die eine oder andere Spezialität der Insel kosten, wie zb ein Wallaby Burger.

Ein Einheimscher erzählt mir, dass in Hobart, der Hautpstadt Tasmaniens, um diese Jahreszeit Ausnahmezustand herrscht. Den Rest des Jahres herrscht hier eine relaxte Atmosphäre - die Abgelegenheit vom Festland macht es aus.

Wenn man als Europäer wirklich am anderen Ende der Welt ist, sollte man über den historischen Salamanca Place schlendern und die gemütliche Atmosphäre geniessen. Jeweils am Samstag von 8.30 - 15.00 Uhr besteht die Möglichkeit, den bunten und lebhaften Salamanca Market zu erkunden. Wer mehr an Kultur interessiert ist, sollte an einer kostenlosen Tour im Tasmanien Museum und Art Gallery teilnehmen. Wenn der Hunger kommt, ist das sehenswerte Hafenviertel zu empfehlen. Hier gibt es viele gute Restaurants und man kann köstlichen Fisch oder Seafood kosten - frischer geht fast nicht mehr.

Ebenfalls ein Ausflug lohnt sich zum Mount Wellington, welcher 1270m hoch ist und von wo aus man an guten Tagen eine tolle Sicht auf Hobart und die Umgebung hat.

Cradle Mountains

Die Fahrt von Hobart führt mich zuerst in Richtung Norden und dann weiter nach Westen. In Shefflield lege ich einen Stopp ein um mir die Wandmalereien, welche viele der Gebäude schmücken, anzuschauen. Danach geht die Fahrt weiter zum Cradle Mountains Nationalpark. Der Nationalpark, welcher zur Wilderness World Heritage Area gehört, zählt zu den attraktivsten und beliebtesten Parks, dies weil er landschaftlich wunderschön und vielfältig ist und vorallem hier auf der Nordseite fantastische Wander- und Tierbeobachtungsmöglichkeiten bietet.

In rund zwei Stunden wandert man um den Dove Lake. Vom Visitors Centre aus fährt ein Bus direkt zum Beginn des Weges, der sehr gut ausgebaut ist. Die Strecke ist leicht zu bewältigen und so für alle Fitnesslevels geeignet. Der Weg führt an Wasserfällen vorbei und durch King Billy-Kieferwälder hindurch. Andere beliebte Wanderwege locken mit Fussmärschen von einer bis fünf Stunden, zum Beispiel am Mount Campbell, Hanson's Peak, Twisted Lakes, Lake Rodway, Lake Lilla und im Ballroom Forest. Wer eine echte Herausforderung sucht, findet sie auf dem 80 Kilometer langen Overland Track, der bis zum Lake St. Clair führt.

An den Seen und Flüssen kann geangelt werden. Falls man gern in eiskaltem Wasser baden, dann ist natürlich auch Schwimmen eine Option.

Bei den Wanderungen sieht man häufig Wombats oder Wallabys die am grasen sind.

 

St Helens

Die nächste Etappe führt mich nach St. Helens, bekannt für die Bay of Fires. Die rote Färbung der Felsen wird von Algen hervorgerufen.

Der südliche Küstenabschnitt der Bay of Fires wird immer wieder von felsigen Abschnitten unterbrochen, die bis zum Meer hinaus reichen.

Dazwischen liegen geschützte Strandbuchten mit herrlich weissen Sand. Binalong Bay im Süden ist der Hauptstrand und lädt mit seinem kristall-klaren Wasser zum Schwimmen, Schnorcheln, Surfen oder einfach in der Sonne liegen ein.

 

Coles Bay - Freycinet Nationalpark

Die Fahrt bringt mich vorbei an Bicheno. Hier kann man mit viel Glück Pinguine beobachten und angeblich isst man hier die besten Fish&Chips...

Mein heutiges Ziel ist der Freycinet Nationalpark, welcher bekannt für die schroffen Granitformationen ist - vor allem auch durch die nach ihrer Form benannte Wineglass Bay.

Die Gegend eignet sich optimal für Angel- oder Segelausflüge, Buschwanderungen, Seekajaktouren und zum Felsklettern - oder einfach, um innezuhalten und die spektakuläre Küstenlandschaft ausgiebig auf sich wirken zu lassen.

Die Wineglass Bay gilt als einer der zehn schönsten Strände der Welt. Somit habe ich mir als Erstes diese Rundwanderung, welche ungefähr 4 Stunden dauert, vorgenommen. Der Weg führt vom Parkplatz zum Lookout, dem Wineglass Bay Beach und Hazards Beach. Als erstes geht es steil bergauf zum Lookout. Von hier sieht man die perfekte Form der Wineglass Bay. Danach geht es wieder bergab zum Strand der Wineglass Bay, wo man entlang des weissen Strandes spazieren oder im glasklaren Wasser abkühlen kann. Häufig sieht man am Strand auch Wallabys, die auf Futter hoffen. Danach führt der Wanderweg über einen Plankenweg durch schönen Buschwald zum Hazards Beach. Von hier aus verläuft der Wanderweg entlang des Strandes, bevor er wieder durch einen schönen Buschwald zurück zum Parkplatz führt.

Für diejenigen die etwas mehr Zeit haben, empfiehlt sich der Freycinet Experience Walk. Dies ist eine viertägige, geführte Wanderung über die gesamte Länge der Freycinet Peninsula, einschliesslich Wineglass Bay. Die tasmanischen Oyster Bay-Aborigines haben mindestens 20.000 Jahren auf der Halbinsel gelebt. Ein Teil der heutigen Wanderwege folgt den Tausende Jahre alten Pfaden der Ureinwohner.

 

Cape Tourville

Einen weiteren wunderschönen Spaziergang findet man bei Cape Tourville, dort gibt es einen Spazierweg rund um den Leuchtturm mit beeindruckender Aussicht.

Port Arthur - ehemalige Sträflingskolonie

Meine letzte Etappe führt mich in Richtung Süden, vorbei an Devil's Kitchen und Tasman's Arch nach Port Arthur. Bekannt ist Port Arthur für die einstige Sträflingskolonie. Zwischen 1803 und 1853 wurden ca. 75.000 Gefangene nach Tasmanien deportiert. Bis heute bilden die etwa 60 Gebäude, welche auf einem grosszügigen Gelände erbaut worden sind, eines der Haupttouristenziele Tasmaniens. Die Mischung aus Schönheit und Horror wühlt die Besucher auf und regt zum Nachdenken an.

Mit dem Site Entry Pass kann man das Zuchthaus, das Seperate Prison, die Werft, sowie das Gelände besichtigen. Das Gelände ist zwischen 9.00 Uhr und der Abenddämmerung zugänglich. Das Besucherzentrum ist bis zum Ende der Geistertouren geöffnet. Die Gebäude auf dem Gelände können zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr besichtigt werden.

Ausserdem werden verschiedene geführte  Touren angeboten, zum Beispiel zur Insel der Toten auf der mehr als 1.000 Kolonialisten, freie wie auch Sträflinge beigesetzt wurden. Die Point Puer Boys' Prison Tour erläutert das Schicksal von einigen der 3.000 Jungen, die auch im Gefängnis eingesperrt waren. Eine ganz besondere Atmosphäre kommt bei den täglichen Geistertouren auf, die seit über 20 Jahren veranstaltet werden. Eine Vorreservation ist empfehlenswert.

Hobart

Am letzten Tag meiner Tasmanien Rundreise fahre ich via die Tasman Peninsula zurück nach Hobart. Mein letzter Besuch gilt dem Bonorong Wildlife Sanctuary welcher ca. 30 Fahrtminuten von Hobart entfernt liegt. Alle dort lebendne Tiere wurden in freier Wildbahn verletzt oder haben ihre Mutter verloren. Sie werden hier aufgepäppelt und für ein Leben in der Wildnis rehabilitiert.

Der Park ist täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Die letzten Tagen habe ich ein wunderschönes Naturparadies mit vielen Facetten kennen lernen dürfen, sehr gutes Essen und Wein genossen und die klarste Luft der Welt eingeatmet. Tasmanien ist wirklich einen Besuch wert!