Rundreise - Australien

Rundreise - Australien

Camper / Motorhome / Wohnmobil

01.Dezember 2019 - 30.Dezember 2019

Noosa Heads

Mein erster Tag in Australien und ich war begeistert von diesem Kontinent! Das ganze Abenteuer begann mit dem Besuch vom Noosa Nationalpark. Wir schlenderten der Promenade entlang und nahmen am Tea Tree Bay einen kühlen Schwum. Bereits da wusste ich, dass ich dieses Land liebe. Noosa ist ein Ort für Sprachschüler, Backpacker und Surfer. Man kann durch die Shoppingstrasse der Hastings schlendern, gemütlich in ein Kaffee sitzen oder einfach die Sonne am Strand geniessen. Einen Tagesausflug zum attraktiven Steve Irwin Australian Zoo (ca. 1h von Noosa entfernt) ist sehr zu empfehlen. Wer einmal Kangaroos und Koalas hautnah erleben will, sollte diesen unbedingt besuchen, es lohnt sich auf jeden Fall.

Fraser Island

Von Noosa aus, erreicht man in ca. 200 km die grösste Sandinsel der Welt, Fraser Island oder auch genannt K’Gari. Unsere Fahrt ging mit dem 4x4 zuerst über Sand, entlang des Rainbow Beach. Der erste längere Halt war im Camp auf der Insel. Da gab es leckeres Mittagessen und eine kurze Erholung von der wackeligen Fahrt über den kilometerlangen Sandstrand. Nach der Wrap Verpflegung ging es weiter zum Lake Wabby. Die 1-stündige Wanderung auf dem sehr, heissen Sand wurde schlussendlich belohnt mit einem abkühlenden Schwum im See. Nach dem BBQ Abendessen liessen wir den Abend mit Spielen und einem nächtlichen Strandbesuch früh ausklingen. Der nächste Tag startete nämlich schon um 04.45h, als die Sonne hochging. Ein traumhafter Anblick des Sonnenaufgangs. Weiter auf dem Programm stand der kühle Eli Creek, der Ausblick vom windigen Indian Head, die warmen Champagne Pools und das faszinierende Schiffwrack SS Maheno. Nach gemütlichem Ausklang im Camp und einem bewundernswerten Besuch am Strand mit dem Bestaunen des faszinierenden Noctiluca Scintillans Planktons ging auch der zweite Tag zu Ende. Am letzten Tag auf K’Gari ging die holperige Fahrt durch den Regenwald zum bekannten Lake Mackenzie. Ein Anblick wie in der Karibik, mit weissem Sandstrand und kristallblauem Wasser. Aber schon bald mussten wir die tolle Gruppe wieder verabschieden und wurden von Marc, unserem super Tourguide, zurück nach Noosa gebracht.

Noosa - Airlie Beach

Endlich startete der Roadtrip mit unserem Jucy Camper. Das nächste grosse Ziel war Airlie Beach. Von da aus gelangt man auf die bekannten Whitsunday Islands. Doch davor muss man auf dem Bruce Highway von Brisbane bis Cairns unbedingt mehrere Stopps einlegen. Lohnenswert ist der noch eher unbekannte Cape Hills Borough National Park. Dieser Ort ist voll mit Sand Bubbler Crabs. Mit ein bisschen Glück, sieht man am Morgen oder Abend sogar Wallabys am Wasser entlang hoppeln. Hier haben wir einen ganzen Nachmittag lang verbracht, denn der Strand ist wirklich atemberaubend.

Danach ging es weiter nach Airlie Beach. Das Touristenzentrum hat eine kleine Einkaufsstrasse, wo man verweilen kann, bevor es dann mit dem Boot Richtung Traumstrände geht. Vom Pier aus ging unsere Fahrt in die nächste Bucht, wo das Resort lag. Die ganze Gruppe kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Mit solch einem Luxus hatte niemand gerechnet. Erholung pur am Pool, Kajak Fahrten im Meer oder ruhige Stunden in der Hängematte, hier konnte es sich jeder gemütlich machen. Am Abend gab es ein köstliches Dinner draussen im Freien und zum Abschluss einen gelassenen Ausklang am Lagerfeuer. Am zweiten Tag nach dem Frühstück stand zuerst eine Schnorcheltour und dann der berühmte White Haven Beach auf dem Programm. Die heissen Temperaturen machten den kurzen Aufstieg nicht leicht, doch der Ausblick lohnt sich definitiv. Im glasklaren Wasser am traumhaften, weissen Sandstrand konnten wir viele Riff-Haie und Stachelrochen beobachten. Später brachte uns das Boot zurück zum Hafen und wir setzen unseren Weg Richtung Norden fort.

Airlie Beach – Cairns

Nach den Whitsundays und der berühmten Stadt Townsville führt uns der Weg langsam Richtung Regenwald Region in Cairns. Eine gute Stunde Landeinwärts von Ingham findet man im Girringun-Nationalpark die bekannten Wallaman Falls. Mit 278m ist der Wasserfall der höchste einstufige Fall in ganz Australien. Eine kleine Wanderung hinunter ins Tal ist hier sehr lohnenswert, denn man trifft nur wenige andere Besucher an. Im Norden von Queensland gibt es überall kleine Wasserlöcher und Flüsse in denen man ein Erfrischungsbad nehmen kann. Wer sich über die Region erkunden möchte und einige Tipps braucht, sollte die hilfsbereiten Ladies im Tully Visitor and Heritage Centre besuchen. Die meisten Australier sind sehr aufmerksame und offene Menschen, welche über ihr Land schwärmen und den Touristen äusserst gerne behilflich sind.

Region Cairns

Vom Hafen der Tropen-Stadt Cairns gibt es unzählige Touristen- und Tauchbote, welche ins Great Barrier Reef hinausfahren. Unsere Tour ging früh morgens los Richtung Saxon Reef. Mit vielen anderen Besuchern konnten wir die Unterwasserwelt vom UNESCO Weltnaturerbe bestaunen. Nach 3 Tauchgängen und ein wenig Erschöpfung ging der hektische und spannende Tag zu Ende.

Ein empfehlenswerter Ausflug von Cairns ist der Touristenort Kuranda. Das kleine Dörfchen ist mit dem Skyrail, Eisenbahn oder Autostrasse erreichbar. Mit ein bisschen Glück kann man auf dem Weg noch den Barron-Wasserfall bestaunen. Wer Süsses mag, sollte hier unbedingt die «Kuranda Candy Kitchen» besuchen. Wir konnten zuschauen, wie die Kiwi-Sorte hergestellt wurde. Das war sehr eindrücklich und spannend. In Cairns hat es dann zum ersten Mal geregnet. In unserem Jucy wurde es ziemlich eng und ein bisschen ungemütlich. Dennoch unternahmen wir weitere Ausflüge, wie zum Beispiel eine kleine Wanderung durch die Mossman Gorge oder eine Glacepause in Port Douglas. In Cairns gaben wir unseren Camper auch schon bald wieder ab und verbrachten die letzten Stunden in der Stadt und auf Fitzroy Island, bevor uns die Reise ins Outback Australiens führte.

Red Centre

Nach einer 2-stündigen Flugverspätung um 06.00h morgens, begann unser Abenteuer im Red Cente. Wir waren auf +45 Grad und eine Horde Fliegen eingestellt. Die Hitze war einigermassen erträglich und gegen die Fliegen mussten wir zum Glück nicht kämpfen. Den Nachmittag haben wir in der Hauptstadt Alice Springs verbracht und ein Besuch im Royal Flying Doctor Museum konnten wir uns nicht entgehen lassen. Am nächsten Morgen wurden wir früh abgeholt und die lange Fahrt ging Richtung Uluru-Kata-Tjuta-National Park. Zuerst ein schneller Stopp beim Visitor Centre und dann eine sehr interessante Führung beim Ayers Rock, zusammen mit einem Aborigine. Nach dem Sonnenuntergang und dem Abendessen im Camp besuchten wir das Field of Light. Diese Lichtinstallation wurde vom Künstler Bruce Munro erschaffen und raubt einem den Atem! Weil die Luft auch in der Nacht nicht kühler wurde, hat die ganze Gruppe draussen unter dem Sternenhimmel übernachtet.

Am nächsten Morgen hiess es, bereits vor dem Sonnenaufgang, wieder aufstehen. Auf dem heutigen Programm stand die Olgas (Kata Tjuta). Nach einer kurzen Wanderung und einer „Znüni“ Pause, freuten sich alle auf eine Abkühlung im nahegelegenen Camping Pool. Den Abend verbrachten wir im echten Outback. Das Camp war mitten in der Wildnis, nichts war rund herum, nur unsere fröhliche Gruppe von 16 Personen. Der Abend war wunderschön und sehr gemütlich mit vielen tollen Gesprächen. Niemand wollte ein Auge zu tun, weil der Sternenhimmel so unglaublich schön war. Eines meiner besten Erlebnisse überhaupt!

Wieder um 04.00h klingelte der Wecker und im Dunkeln ging es los zum Watarrka National Park. Um 06.30h traten wir den Aufstieg im Kings Canyon an. Die Wanderung ging durch die wunderschöne steinige Landschaft und schlussendlich konnten wir einen herrlichen Ausblick geniessen. Bereits um 09.00h waren wir zurück beim Bus, worüber aber alle froh waren, denn die Temperaturen wurden am Nachmittag ziemlich heiss. Deshalb verbrachten wir die gemütlichen Stunden mit Musik (079 ist jetzt auch in Deutschland und Amerika bekannt) und Geplauder am kühlen Pool. Am Abend gab es ein tolles Weihnachtsdinner mit einer grossen Auswahl an Köstlichkeiten und kleinen Geschenken. Das waren einmal ganz andere Festtage wie wir es eigentlich gewohnt sind.

Den letzten Tag verbrachten wir an verschiedenen Wasserlöchern (Nähe Glen Helen und Ellery Gorge) und genossen die restlichen Stunden mit der Gruppe. Es wurde so viel gelacht und Witze ausgetauscht wie schon lange nicht mehr. Die Zeit im Outback war ein richtiges Abenteuer und die Menschen, welche dabei waren, haben das Erlebnis perfekt gemacht.

Adelaide & Kangeroo Island

Nach einer weiteren Flugverspätung kamen wir am späteren Nachmittag im Süden an. Die Temperaturen in Adelaide waren gleich viel angenehmer. Ein kurzer Stadtbesuch mit einem schnellen Abendessen und schon verschwanden wir in den Federn. Die letzten Tage waren anstrengend und wir brauchten ein wenig Ruhe, bevor es am nächsten Tag mit einer weiteren Tour auf Kangeroo Island ging. Mit der Fähre überquerten wir die Strecke von Cape Jervis nach Penneshaw und stiegen da in den Touristenbus. Es war auf der ganzen Insel sehr windig und eher kühl (Wassertemperatur 18 Grad). Dennoch haben wir schöne Ausflüge gemacht und enorm viele freilebende Tiere gesehen. Wir besuchten eine Sheepdog Farm, durften Seelöwen hautnah beobachten und sahen unglaublich viele Koala’s und Kangeroo’s. Als eine der letzten Besucher durften wir noch den Flinders-Chase-Nationalpark bestaunen, bevor ihn die Flammen der Buschbrände im 2020 leider zerstörten. Mit einer Take-Away-Pizza verabschiedeten wir uns schon bald von der Insel und traten den Rückweg nach Adelaide an.

Den allerletzten Tag verbrachten wir in der Grossstadt Adelaide und besuchten den Vorort Glenelg. Ein hübscher Stadtteil mit diversen Einkaufs- und Essensmöglichkeiten. Wer Kunst mag, kann in Adelaide auf die Suche verschiedenster Streetart gehen, diese sind sehr eindrücklich und echte Schönheiten. Schon bald hiess es Abschied nehmen von diesem wunderschönen Land und mein Weg führte mich zurück in die Schweiz…