Botswana - Das Tierparadies

Botswana - Das Tierparadies

Tierwelt

12.Mai 2019 - 24.Mai 2019

Victoria Falls

Swiss bringt uns nach 10 ½ Stunden Flug nach Johannesburg, wo wir dann unseren Anschlussflug mit South African nach Victoria Falls in Angriff nehmen. Die Umsteigezeit von 1 Stunde 40 Minuten reicht gut. Das Gepäck wird durchgecheckt, und man wechselt vom Terminal B ins A im Transitbereich. Zwar muss man die Sicherheitskontrolle nochmals durchlaufen, aber es geht alles sehr zügig voran.

Die Einreise in Victoria Falls (Zimbabwe) erfordert etwas Geduld. Alle Passagiere müssen ein Einreiseformular ausfüllen (dies wird erst bei Ankunft überreicht und nicht im Flugzeug verteilt). Mit den Papieren geht man dann zum Schalter, bezahlt die Einreise-/Visagebühr von USD 30.00 pro Person (für einmaliges Einreisen) und erhält dann das Visum. Will man die Wasserfälle auch auf der Zambia Seite besuchen, kann oder muss man ein Kombi-Visum beantragen (Kosten pro Person ca. USD 50.00).

Die Grande Dame, das The Victoria Falls Hotel empfängt uns freundlich. Nach der langen Anreise genehmigen wir uns ein spätes Mittagessen auf der einladenden Terrasse. Von hier aus ist die Gischt der Victoria Wasserfälle schon zu sehen. Am Himmel kreisen die Helikopter im Minutentakt über die Fälle, was die Idylle im Hotel etwas stört. Ein Ausflug per Helikopter kostet ca. USD 150.00 pro Person und dauert ca. 13 Minuten.

Von unserem Hotel aus erreichen wir über die Strasse den Eingang zum Victoria Falls Nationalpark in ca. 15 Gehminuten. Leider ist im Moment der direkte Durchgang vom Hotel zum Nationalpark aus Sicherheitsgründen gesperrt, da ab und zu Elefanten diesen Fussweg benutzen.

Der Eintritt zu den Victoria Fällen kostet USD 30.00 pro Person. Will man die Fälle am Nachmittag bei Sonnenuntergang besuchen, bezahlt man USD 40.00. Je nach Sonneneinstrahlung entsteht durch die Gischt ein schöner Regenbogen. Wir haben uns nur für den Besuch auf der Zimbabwe Seite entschlossen. 4 der 5 Fälle können wir so besichtigen.

TIPP: unbedingt einen Regenschutz mitnehmen! Nach der Regenzeit (März/April) ist die Gischtwolke so stark, dass man klitschnass wird. Vor lauter Sprühregen sind die Fälle zum Teil gar nicht sichtbar.

In der späten Trockenzeit hingegen (Oktober/November) kann die Wassermenge drastisch zurückgehen und die Fälle bilden dann nur noch ein Rinnsal. Vor einem Besuch sollte man sich vielleicht erkundigen, wie der Wasserstand ist.

The Victoria Falls Hotel
Pool im Hotel
Victoria Falls
Regenschutz nur zu empfehlen
Victoria Falls Brücke

Chobe Game Lodge Nationalpark

Transfer zum Chobe Nationalpark. Die Autofahrt von Victoria Falls an die Grenze dauert ca. 1 Stunde. Die Einreise nach Botswana erfolgt sehr unbürokratisch. Hier werden wir von dem lokalen Agenten in Empfang genommen und zur Lodge gebracht. Die Reise dauert ca. 45 Minuten. Auf der Fahrt im Park zur Lodge befinden wir uns plötzlich mitten in einer grossen Elefantenherde. Sie marschiert Richtung Fluss zum Trinken – einfach unbeschreiblich schön!!!

Wir erreichen die Lodge gerade richtig auf die Mittagszeit – das Essen steht schon bereit. Am Nachmittag wartet auch schon die erste Aktivität auf uns – eine Bootsfahrt auf dem Chobe River.

Am Ufer begegnen uns ca. 30 Elefanten, die sich ein Bad im Fluss genehmigen. Weiter den Fluss entlang spielt eine Gruppe Paviane und die Impalas (Antilopen) lassen sich dadurch überhaupt nicht stören.

Die Chobe Game Lodge ist die einzige Unterkunft direkt im Park. Sie liegt direkt am Chobe River.

Die Zimmer sind neu renoviert und bieten jeden Komfort. Das Essen und der Service sind ausgezeichnet. Den Wäscheservice kann ich nur empfehlen.

So sieht ein Tagesprogramm im Chobe Nationalpark aus:

Um 05.00 Uhr werden wir geweckt. Um 05.30 Uhr stehen Kaffee und Tee bereit.

Von 06.00 – 08.30 Uhr sind wir unterwegs im Geländewagen auf der Safari und sind gespannt, welche Tiere uns begegnen.

Nach der Safari haben wir unser Frühstück verdient. Wir geniessen die Ruhe auf unserer Terrasse bevor wir von 11.00 – 12. 30 Uhr auf der Bootstour auf dem Chobe River wieder auf Entdeckungsreise gehen. Nach dem Mittagessen bleibt etwas Zeit für eine Siesta, ein Buch lesen oder eine Massage im Spa. Um 15.00 Uhr wird Kaffee und Tee serviert und um 15.30 Uhr starten wir zur Nachmittagssafari.

Da wir in einem Nationalpark sind, darf nur bis 18.30 Uhr gefahren werden. Nacht Safaris sind im Chobe National Park nicht möglich. Off road Fahrten sind nicht erlaubt. Dies schmälert jedoch das Safari Elebnis überhaupt nicht.

Wir sind den grossen Elefantenherden begegnet, haben den Hippos beim Baden oder Fressen an Land zugeschaut, konnten die Giraffe beobachten, den Pavianen beim Spielen zusehen, Buffel- und Impalaherden bestaunen. Sogar einzelne Zebras sind uns über den Weg spaziert.

Auf den Bootsfahrten hat sich eine grosse Vogelvielfalt angeboten und die Nilkrokodile haben natürlich auch nicht gefehlt.

Tipp für die Safari:

unbedingt Schal, Kappe und Fleece- oder Faserpelzjacke mitnehmen!

Am Morgen sind die Temperaturen zwischen 9 – 12 ° und auf dem offenen Geländewagen kann es sehr kalt sein (Decken werden zur Verfügung gestellt).

 

Aussichtsplattform im Hotel
Zimmer in Chobe Game Lodge
Aussicht bei Fluss Safari

Belmond Savute Elefant Lodge Savute (Chobe)

Heute reisen wir in den westlichen Teil des Chobe Nationalparks nach Savute.

Savute ist im Vergleich zum östlichen Teil des Chobe NP. viel trockener - die letzte Überflutung des Sumpfgebiets (Savute Marsh) war im 2015. Die Tiere finden das notwendige Wasser an den verschiedenen natürlichen wie auch künstlichen Wasserlöcher. Deshalb sind Wildbeobachtungen hier besonders interessant.

Die Fahrt zum Kasana Flughafen dauert ca. 35 Minuten. Die Maschine der Mack Air ist zum Abflug bereit. Jetzt verstehen wir, wieso man nur mit Reisetaschen mit bestimmter Grösse reisen darf. Die Gepäckfächer sind wirklich klein. Nach einem 40-minütigen Flug erreichen wir den Airstrip von Savute. Dort erwartet uns schon unser Safari Guide J.R. Die Fahrt zur Lodge dauert nochmals ca. 30 Minuten.

In der Lodge werden wir herzlich empfangen – es fühlt sich an, als ob man nach Hause kommt.

Die Unterkunft liegt direkt an einem Wasserloch und in den 12 Luxuszelten fehlt es an nichts.

Die Räumlichkeiten sind hell eingerichtet, bieten Innen- und Aussendusche, Safe steht zur Verfügung.

Adapter und Europäische Stecker sind vorhanden. Auf der Veranda kann man zwischen den einzelnen Safariausflügen herrlich entspannen. Das Essen ist vorzüglich und der Service ist sehr aufmerksam. Auch in dieser Lodge wird Wäscheservice angeboten, den wir natürlich wieder nutzen.

Auch hier wird um 15.30 Uhr der Afternoon Tea mit Häppchen vor der Safari serviert.

Auf unserer ersten Nachmittagssafari in Savute finden wir 3 Löwen (Brüder), die sich eigentlich einen„Mittagsschlaf“ gönnen möchten, aber von einer Elefantengruppe gestört werden. Nebst Giraffen und Zebras begegnen uns immer wieder Elefanten - diesen Tieren einfach nur zu zuschauen ist ein unvergessliches Erlebnis.

Am nächsten Tag auf der Morgensafari begrüssen uns Zebras, Gnus und natürlich die Elefanten. Gegen Ende unserer Pirschfahrt entdecken wir noch ein Leopardenweibchen, das sich von einer erfolgreichen Jagd erholt. Wachsam hütet sie ihre Beute, ein Impala.

Auf der Nachmittagssafari machen wir uns auf die Suche nach Geparden. Diese sind sehr schwer zu finden. Wir haben die Hoffnung schon fast aufgegeben. Auf der Rückfahrt in der Dämmerung sitzen dann zwei Geparde lauernd am Strassenrand und beobachten ihre mögliche Beute (Impalas). Doch so hungrig sind sie wohl doch nicht. Sie lassen sich Zeit mit der Jagd. Leider müssen wir zurück zur Lodge, denn auch in Savute gilt, bis 18.30 Uhr darf gefahren werden und nicht länger (wir sind ja immer noch im Chobe Nationalpark)

Nach 2 Tagen ist unser Savute Abenteuer leider schon zu Ende und wir nehmen unsere nächste Etappe in Angriff – Chief’s Island im Moremi Game Reserve

Wasserloch bei der Lodge
unser Zimmer
Bush Flieger für Transfers
Aussicht während Transfer

Belmond Eagle Lodge – Chief‘s Island

Savute ist eigentlich nur 35 Flugminuten von Chief’s Island entfernt. Wir haben aber heute einen „Bummelflug“ mit 3 Zwischenstopps erwischt. Deshalb sind wir 1 Stunde länger unterwegs. Wir werden aber mit einer wunderschönen Aussicht über das Okavango Delta entschädigt. Deshalb stören wir uns an dem längeren Flugtransfer überhaupt nicht. Hier werden wir von unserem Guide Kenny abgeholt und fürs Mittagessen in die Lodge chauffiert.

Die Eagle Lodge ist atemberaubend schön. Sie ist etwas älter als die Elefant Lodge in Savute.

Sie wirkt etwas rustikal, da viel dunkles Holz verwendet wird. So stelle ich mir eine typische Safari Lodge vor, sehr gut in die Natur integriert. Die Lodge liegt am Okavanga River und alle Zimmer sind mit Sicht auf den Fluss ausgerichtet. Die Einrichtung der Zimmer ist dunkel, alles mit Sichtbeton ausgestattet, aber es wirkt sehr heimelig. Auch hier fehlt es an nichts. Innen- und Aussendusche, sogar eine Badewanne gib es. Auf der Veranda wird in allen Zimmern ein Planschpool angeboten (das Wasser ist jedoch bitterkalt!).

An unseren Tagesablauf haben wir uns in der Zwischenzeit schon sehr gut gewöhnt. Nach dem Mittagessen sind wir in unser Zimmer zurück auf die Veranda und haben dort den Tieren zugeschaut.

Es ist alles einfach so schön….

Um 16.00 h haben wir uns nochmals vor der Safari mit einem kleinen Happen gestärkt, damit wir dann für unsere 3 stündige Nachmittagssafari gerüstet sind.

Unser Guide Kenny ist ein sehr guter und erfahrener Guide. Er nähert sich langsam und mit Geduld den Tieren an. So haben wir das Glück und sehen 3 von den 8 Breitmaulnashörner, die in dieser Region leben. Unseren Sundowner geniessen wir vor einem „Hippo-Pool“. Darin tummeln sich ca. 90 Tiere – einfach genial.

Am nächsten Morgen bringt uns Kenny zu den Elefanten, Giraffen und einer Zebraherde mit Impalas.

Es ist wunderschön zu sehen, wie die Tiere so zusammen und nebeneinander leben – alles wirkt so friedlich.

Nach der Pirschfahrt geht es in die Luft. Wir unternehmen einen 35-minütigen Helikopterflug und betrachten die Wildnis von oben. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, obwohl mir etwas sehr mulmig ist. Der Helikopter hat keine Türen, es ist alles offen. Der Flug ist aber sensationell.

An unserem Abreisetag unternehmen wir nochmals eine Morgensafari. Auf dem Airstrip sehen wir 15 Wildhunde, die versuchen, einen Büffel zu jagen – jedoch erfolglos. Kenny führt uns noch zu einem Hyänenbau. Dort hausen 5 Jungtiere – 3 davon zeigen sich und begutachten uns mit Neugier.

Auf der Weiterfahrt begegnen wir einer riesigen Büffelherde, die gegen 100 Tiere zählt. Als krönenden Abschluss finden wir auch noch einen Gepard im Gebüsch liegen.

Auch hier waren unsere Safari Pirschfahrten ein voller Erfolg mit unvergesslichen Erlebnissen.

Hinweis: Im Juni/Juli kommt die Flut, dann wird ein grosser Teil des Landes überschwemmt und die Pirschfahrten sind dadurch eingeschränkt. Dafür werden Ausflüge im Boot angeboten.

Tiere ganz nah vor unserem Zimmer
Sundowner während Safari
Baby Hyäne

Belmond Khwai River Lodge – Moremi Game Reserve

Nach einem kurzen Flug (ca. 25 Min.) mit 1 Zwischenstopp erreichen wir unser letztes Domizil.

Der Flug ist ziemlich abenteuerlich, da der Bushflieger schon ein älteres Kaliber ist.

LG, so heisst unser Guide (die einzige Frau als Guide im Camp) erwartet uns schon am Airstrip.

Die Lodge liegt direkt am Khwai River. Bei unserer Ankunft begrüssen uns etwa 30 Elefanten am Fluss – ein wunderschönes Bild.

Dies ist die älteste Lodge der 3 Belmond Unterkünfte. Voraussichtlich wird sie nächstes Jahr renoviert.

Die Luxuszelte sind ähnlich eingerichtet mit allem Notwendigen und mehr. Auch hier sind alle sehr herzlich und aufmerksam – wir fühlen uns wie zu Hause.

Am Nachmittag gehen wir auf unsere Safari. Heute sehen wir nicht so viele Tiere. Erst beim Eindunkeln auf der Rückfahrt kreuzen wir den Weg eines Leoparden. Am Abend dürfen wir in einem Boma ein typisches Braai geniessen (afrikanisches Barbeque).

Die Morgensafari am nächsten Tag ist erfolgreicher. Wir begleiten ein Löwenmännchen, das sein Revier markiert. Auf der Weiterfahrt entdecken wir noch 5 Löwenweibchen, die sich für die Jagd vorbereiten.

Eine Mutterherde von Elefanten mit vielen Kleintieren finden wir am Nachmittag auf unserer Pirschfahrt – so herzig. Weiter sehen wir Letschwes (Gattung der Wasserböcke), Kudus, natürlich Hippos, Büffel und Krokodile.

Unsere Reise neigt sich dem Ende zu und wir unternehmen nochmals eine letzte Morgensafari.

Wir stossen auf ein 7 köpfiges Löwenrudel, welches gerade ein Hippo Baby reisst. Wir vermuten, dass das Kleine in der Nacht geboren wurde. Leider hat die Hippo Mama es nicht mehr rechtzeigt zurück ins Wasser geschafft. Nun versucht sie es gegen die Löwen zu verteidigen.

Das Baby ist jedoch schon so sehr verletzt, dass es keine Chance hat. Sobald sich die Mutter vom Jungtier abwendet, greifen die Löwinnen erneut an und die Hippokuh verteidigt wieder das verletzte Baby. Diesem Kampf schauen wir etwa eine Stunde zu. Die Hippo Mutter gibt erst auf, als das Hippokalb tod ist. Sie zieht sich mit Ihrem älteren Kalb ins Wasser zurück und die Löwinnen widmen sich Ihrem Mahl. Unsere Stimmung ist etwas bedrückt – aber so ist die Natur – es geht ums Überleben.

Mit einem Koffer voller wunderschöner und unvergesslicher Bilder, Eindrücke und Erlebnisse kehren wir zurück und werden uns noch lange an diese sensationelle Botswana Reise erinnern.

Abendstimmung in der Wildnis
Löwe beim Markieren seines Reviers
Löwenrudel bei der Jagd
Rast während Morgensafari
Elefantenbesuch im Camp